Kolpingsfamilie Kirchhellen gegr.1900
Vorsitzende: Thomas Stewering - Dieter Wrobel - Reinhold Grewer

Kirchhellen, den 17.07.2019


Senior(en) u. -innen der Kolpingsfamilie Kirchhellen besuchten die Berufsfeuerwehr in Bottrop


Am 10.07.2019 besuchten 17 interessierte Senioren der Kolpingsfamilie Kirchhellen die Berufsfeuerwehr in Bottrop. Die Gruppe wurde durch den Leiter der Feuerwehr Bottrop, Hr. Kim Heimann begrüßt und willkommen geheißen, bevor der Einsatzleiter und Pressesprecher vg. Wehr, Hr. M. Duckheim, mit der Info-Veranstaltung begann. Schwerpunkt seiner Ausführungen war der strukturelle Aufbau (Einsatzpersonal, Fahrzeuge und Geräte) sowie die Statistik über Einsätze im Vergleich zurückliegender Jahre der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Bottrop . Eine straffe Organisation sei unabdingbar, um den zeitgemäßen Aufgaben im Brandschutz- sowie im Technischen Hilfeleistungs-, Rettungs- und Krankentransportdienst gegenüber den Einwohnern gerecht zu werden. Insgesamt stehen zur Bewältigung dieser Herausforderung den Einwohnern Bottrops ca. 160 Berufsfeuerwehrmänner und ca. 300 aktive, freiwillige Feuerwehrkräfte auf 2 Feuerwachen (davon eine in der Ortswehr von Kirchhellen integriert) und 8 Ortswehren (Feuerwehrgerätehäuser), verteilt im gesamten Stadtgebiet, zur Verfügung; davon 3 in Kirchhellen (Kirchhellen, Grafenwald und Feldhausen).   Darüber hinaus wird die Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen alltags in der Zeit von 8. oo bis 16. oo Uhr durch Berufsfeuerwehrmänner im Brandschutzdienst unterstützt; 1 Rettungstransportwagen mit qualifiziertem Rettungsdienstpersonal der Berufsfeuerwehr steht diesen 3 Ortsteilen rund um die Uhr zusätzlich zur Verfügung. In entsprechenden Notlage, z.B. bei schweren Verletzungen oder lebensbedrohlichen Zuständen von Menschen, stehen für unsere Bürger mindestens 2 Notärzte bereit, die je nach Hilfeersuchen und Situation notfallmedizinische Maßnahmen an Patienten noch vor und während des Transportes mit Rettungstransportwagen bis hin zur Übergabe an medizinisches Fachpersonal einer naheliegenden Klinik leisten. Sie werden in Notarzteinsatzfahrzeugen, bestückt mit diversen, notfallmedizinischen Geräten und Medikamenten, zu den Einsatzorten zur Versorgung bzw. Rettung von Menschen gefahren und bilden mit dem Rettungs- und Hilfeleistungspersonal der Feuerwehr vor Ort eine Einheit. Hellhörig wurden die Teilnehmer bei der Aussage, dass nach dem Hilfeersuchen eines Bürgers die entsprechenden Feuerwehreinheiten in weit weniger als 2 Minuten bereits die Wachen verlassen haben; egal ob in der Nacht oder über Tag. Die entsprechend benötigten Einheiten werden nach einem vorliegenden “Alarm- und Ausrückplan“ von den Disponenten der Feuerwehrleitstelle gezielt alarmiert. Schnell war man sich im vg. Kreis einig: Feuerwehrkräfte müssen stets auf der Hut, sportlich und gesundheitlich fit sein, um diesen Leistungsanforderungen von der Alarmierung über die Bewältigung von Einsatzsituationen bis hin zur Nachbearbeitung von Einsätzen über viele Jahrzehnte gerecht zu werden und zu bleiben. Das annähernd gesamte Einsatzspektrum einer Feuerwehr wurde in Form einer Fotopräsentation dargestellt, bevor die Feuerwehrhallen mit ihren Einsatzfahrzeugen und -geräten der Wache in Bottrop besichtigt wurden. Nach den Blicken in Rettungs- und Krankentransportfahrzeugen fand dabei die Einheit des Löschzuges eine besondere Beachtung. Dieser rückt in der Regel bei jeder Brandmeldung mit zu erwartenden “Menschen in Gefahr“ aber auch bei sonstigen Bränden und Hilfeleistungen im Stadtgebiet, mit häufiger Unterstützung einer oder mehrerer Ortswehren, aus. Er bildet mit dem Einsatzleitwagen, den Löschfahrzeugen, der 30m hohen Drehleiter (siehe Bild) sowie dem Rettungstransportwagen die Basis eine der wichtigsten taktischen Einheit einer jeden Feuerwehr, so auch der in unserer Stadt. Auf diesem sind alle für den Einsatz erforderlichen Geräte einschließlich Löschwasser verlastet, die für ein schnelles Eingreifen der Feuerwehr (mit oder ohne zeitgleicher Menschen- und/oder Tierrettung) bei Bränden und in sonstigen Notlagen erforderlich sind. Neben dieser Einheit wurden auch vorgehaltene Sonderfahrzeuge, z.B. für die Technische Hilfeleistung, vorgestellt, die je nach Einsatznotwendigkeit mit- oder nachalarmiert werden können. Trotz erster Ermüdungserscheinungen der Kolpingsenioren, fast erschlagen von den hochinteressanten, gut überbrachten Informationen des Feuerwehr-Informanten, blieb zur Abrundung dieses Info-Nachmittags den Teilnehmern nicht erspart, noch Hallen und Einrichtungstrakte (u.a. die Schlauchwäsche mit Trocknungsanlage, Atemschutzübungsstrecke, Reserve-Fahrzeug- und Gerätehalle mit den Abrollbehältersystemen (Container-LKW) unter fachkundigen Erläuterungen zu inspizieren. Diese hohen Anforderungen an Technik und Feuerwehrpersonal waren den meisten Teilnehmern nicht bekannt. Sie zeigten sich beeindruckt von ihrer Wehr im Stadtgebiet. Abschließend war man sich unter den Kolpingsenioren einig, die Feuerwehr in unserm gesamten Stadtgebiet ist mit ihrem Fahrzeug- und Gerätepotential sowie Einsatzpersonal der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr für die Bewältigung ihres Einsatzspektrums, insbesondere in Bezug auf die Sicherheit unserer Einwohner im Stadtgebiet bei Gefahr, bestens aufgestellt. Mit einem Dankeschön an den Feuerwehrvertreter für seinen informativen Einsatz gegenüber den Kolping-Senioren und voller guter und nachhaltiger Eindrücke von unserer Feuerwehr traten die Gäste nach ca. 4 Std. Feuerwehr-Info, sichtlich ermüdet, ihren Heimweg nach Kirchhellen an. 

Bericht: Dieter Wrobel