Kolpingsfamilie Kirchhellen gegr.1900
Vorsitzende: Thomas Stewering - Dieter Wrobel - Reinhold Grewer

Schnieder sieht Kirchhellen auf einem guten Weg.

Die Kolpingsenioren Kirchhellen hatten geladen zu einer Veranstaltung mit heiliger Messe in der Pfarrkirche Sankt Johannes und dann zum Thema „Was gibt es neues im Dorf Kirchhellen“ mit dem Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder.

„Ja, in Kirchhellen tut sich was, es ist Neues zu entdecken, manchmal im Kleinen, manchmal im Großen, manchmal sehr öffentlich wirksam, manchmal mehr im Verborgenen“. So begann Ludger Schnieder seine Ausführungen vor den rund 50 Kolpingsenioren im Pfarrheim Sankt Johannes.

Zu Beginn des Vortrages  ging es um die versuchsweise eingeführte Einbahnregelung auf der Hauptstraße. Nach den anfänglichen Irritationen übersahen immer wieder Verkehrsteilnehmer die neue Beschilderung. Das war besonders der Fall, als die Verwaltung aus seiner Sicht viel zu früh die Papppolizisten die auf die Einbahnregelung hingewiesen hätten, wieder entfernen ließ. Heute halte sich nun doch die große Mehrheit dran. Man solle nun in Ruhe den Jahresversuch abwarten. Ludger Schnieder betonte noch mal ausdrücklich, dass aus seiner Sicht die Hauptstraße verkehrlich geöffnet sein müsse. Der Bezirksbürgermeister weiter „Ideen die Hauptstraße in eine Fußgängerzone umzuwandeln, zögen automatisch eine Reduzierung der Kundenströme und damit einen Kaukraftschwund mit sich“. Wir können stolz sein, so wird es auch im aktuellen Einzelhandelskonzept beschrieben, dass wir ein gutes und umfassendes Geschäftsangebot in Kirchhellen haben“.

Beim Thema „Breitbandnetzt zeigte er sich überhaupt nicht zufrieden. Ein gutes Breitbandnetzt gehöre heute dazu;  denn es würden mehr stabile, schnelle Internetverbindungen für geschäftliche sowie private Aktivitäten benötigt. Die umliegenden Städte wie Dorsten, Schermbeck und Hünxe machten es vor. Hier würde nicht nur innerstädtisch, sondern auch flächendeckend auf dem Land, ein Breitbandnetzt ausgebaut.

Besonders liege ihm auch der Fahrradverkehr am Herzen, der in Kirchhellen stark vertreten ist. „Nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum gemeinsamen Ausflug ins Grüne! Seit langem ist es Wunsch, den Radweg von Gahlen nach Kirchhellen zu bauen. In vielen Gesprächen haben wir es geschafft auch die letzten Ankäufe von benötigten Flächen abzuwickeln. Jetzt scheint leider wieder ein Stillstand einzutreten“.  Mittlerweile sind auch hier uns die Gahlener und Schermbecker ein Stück voraus,  denn in ihrem Bereich sind die Fällarbeiten für die Fahrradtrasse bereits erfolgt. Man kann den Eindruck gewinnen, dass der Radweg auf der Prioritätenliste der Stadt Bottrop nicht ganz oben steht.

Für das Baugebiet „Schultenkamp“ sei er froh, dass es gelungen sei,  das der Baustellenverkehr nun doch meist von der Rentforter Straße also von Süden direkt in den neuen Kirchhellener Ring in das Baugebiet fahren könne. Dadurch würde die starke Schmutz - und Geräuschbelastung der neuen Anwohner des ersten und zweiten Bauabschnittes, aber auch auf der Hackfurthstrasse reduziert werden.

Weiter ging Schnieder auch auf die aktuellen und zukünftige Bebauung neben dem „Schultenkamp“ auch auf „Tappenhof“ und „Gertzkamp“ und weitere kleinere Baugebieten ein.

Er machte dann auch deutlich,  das’ nach seiner Meinung damit auch für die Ortsteile „Kirchhellen Mitte“ und „Feldhausen“ der große Bedarf vorerst gedeckt sei.

Diese Frage wurde unter den 50 Kolpingsenioren sehr stark diskutiert. Während eine Gruppe argumentierte, dass  das ländliche Kirchhellen noch mehr seinen Charakter verliere solle man keine weitere Bebauung zulasse. Aber auch die Meinung einer Kolpingschwester fand Zustimmung „man hat uns vor über 40 Jahren auch die Chance gegeben, hier heimisch zu werden. Warum sollen wir in Zukunft nicht auch anderen diese Möglichkeit geben“. 

„Für Grafenwald halte er ein weiteres Baugebiet für sinnvoll“ so Ludger Schnieder. Nachdem der Verwaltungsvorschlag zwischen Vossundern und Friedensstraße nicht weiterverfolgt würde, sei man nun auf der Suche nach anderen geeigneten Flächen, die zur Entwickelung des Ortsteils genutzt werden sollten. Ich habe der Verwaltung vor einem Jahr eine Aufstellung von nach meinem Dafürhalten geeigneter Flächen zukommen lassen und warte weiterhin auf Antworten.

Hier sei es wichtig, dass Flächen ausgewiesen werden,  damit Kindergärten und Schule weiterhin bestehen könnten.

Die Ausschreibung für den Ausbau der Schneiderstraße sei erfolgt, so dass die Arbeiten laut Auskunft der Verwaltung im Frühjahr dieses Jahres starten können.

Beim Gewerbe konnte er auch neues vermelden. Die Verwaltung der Stadt habe nun die Fläche die im Flächennutzungsplan nördlich „Im Pinntal“ zwischen „Gartenstraße“ und „Schulstraße“ als Gewerbegebiet ausgewiesen sei, erworben. In den nächsten Jahren können dann hoffentlich dort besonders jüngere Kirchhellener neue Gewerbebetriebe dort schaffen

Zum Thema „Neues Feuerwehrgerätehaus“ könne er zur Zeit zwar leider keine genauen Angaben machen, aber die Verwaltung sei bemüht, eine vernünftige Lösung zu finden.

Zum Abschluss schloss er mit den Worten „In Kirchhellen tut sich was“.

„Wir als Bezirksvertretung sind stets bemüht. Dass Beste für Kirchhellen und seine Mitbürger und Mitbürgerinnen zu erreichen.

Das wir dabei nicht immer auf die Zustimmung aller stoßen, ist uns bewusst und dafür bitte ich um Verständnis.

Dem einen geht es nicht schnell genug, dem anderen geht es nicht weit genug. Für andere sollte alles so bleiben, wie es war.

Trotzdem bin ich der festen Überzeugung, dass Kirchhellen sehr lebenswert ist. Ich bin stolz darauf, mich für diesen Stadtteil einsetzen zu dürfen.

Danke“!  



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